Kategorie: Gutachten

  • Google Ads Kosten extrem reduzieren

    Google Ads Kosten extrem reduzieren

    Lassen sich Google Ads Kosten auf unter € 100,- drücken?

    Diverse Agenturen bieten Google Ads Kampagnen zu Discounter-Preisen an. Es klingt auch sehr verlockend: Für weniger als 100,- Euro übernimmt irgendwer die ganze Arbeit der Google Ads für Sie. Aber wenn man weiß, wie viel Zeit das Aufsetzen und die Betreuung von Google Ads Kampagnen in Anspruch nimmt, wird schnell klar, dass es einen Haken geben muss. Aber welchen?

    Was beinhaltet ein Google Ads Auftrag?

    Das Aufsetzen einer Kampagne in Google Ads (ehemals Google Adwords), der Werbeplattform von Google, ist zeitaufwändig, wenn es professionell gemacht wird. Es setzt eine eingehende Beschäftigung mit dem gesamten zu bewerbenden Themenfeld voraus. Viel Recherche und Vorarbeit also. Dann folgt das Setup, also das Aufsetzen möglichst fein gegliederter Kampagnen. Hier gibt es eine Vielzahl an Einstellungen, die günstig oder weniger günstig für den Erfolg der Kampagne sind. Irgendwelche Master-Kampagnen, die man kopieren kann, um sich die Arbeit zu erleichtern, gibt es nur sehr begrenzt. Auch im laufenden Betrieb müssen die meisten Kampagnen häufig kontrolliert, an die ständig neuen Möglichkeiten und Anforderungen angepasst und auch inhaltlich fortlaufend optimiert werden. Manche Arbeit kann man sich durch entsprechende Tools abnehmen lassen, aber dann entstehen die Kosten weniger in der eingesetzten Zeit und dafür mehr in der Nutzung teilweise sehr teurer Software.

    Ein umfassender Google Ads Auftrag beinhaltet also die detaillierte Vorarbeit, das initiale Aufsetzen der Kampagnen sowie die dauerhafte Anpassung.

    Google Ads Kosten: Vorsicht bei Billig-Angeboten

    Wenn Ihnen eine Agentur also das Aufsetzen und Administrieren eines Google Ads Kontos für pauschale Preise anbietet, die noch dazu auffallend günstig klingen („Google Ads Werbung für 99,- Euro/Monat“), sollten Sie vorsichtig sein. Der oben beschriebene Aufwand ist für solche Preise nicht rentabel zu betreiben. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Anbieter unseriös sein muss. Möglicherweise betreibt er eine Mischkalkulation oder erhofft sich Zusatzgeschäfte. Auch hier ist Vorsicht geboten.

    Eine beliebte Methode der Kostenerhöhung liegt in der thematischen Begrenzung. Wenn Sie beispielsweise Ihre HNO-Arztpraxis bewerben möchten, erstellt und administriert die Agentur lediglich für einen Teilbereich oder das generische Thema „HNO-Arzt“ eine Kampagne für den monatlichen Pauschalpreis. Falls Sie aber auch die eine oder andere zusätzliche IgeL Leistung über Google Ads kommunizieren möchten, müssen Sie weitere Kampagnen buchen. Die Monatspauschale fällt dann entsprechend vielfach an.

    Ebenfalls häufig praktiziert wird die Gewinnmaximierung über das Werbebudget. Die meisten Google Ads Discounter haben Verträge mit Google und erhalten besondere Konditionen, weil sie riesige Volumina an Klicks kaufen. Während also der Klickpreis regulär bei beispielhaften zwei Euro liegt, zahlt die Agentur de facto deutlich weniger. Ihnen als Kunde der Agentur berechnet diese jedoch den regulären Preis. Außerdem werden Sie häufig zu monatlichen Mindest-Budgets verpflichtet. Sie müssen also monatlich mehrere hundert Euro Werbebudget ausgeben, von dem die Agentur dann den mit Google vereinbarten Rabatt einbehält.

    In praktisch jedem Fall geht ein so niedriger Pauschalpreis mit einem reduzierten Service und einem geringeren Grad an Individualisierung einher. Häufig wechselnde Ansprechpartner, kaum manuelle Optimierung und wenig Interesse an einer individuellen Betreuung sind die Folge.

    Fazit: Zufrieden wird, wer wenig erwartet

    Wenn Sie ein eng umgrenztes Thema bewerben möchten und wenig Wert auf eine persönliche Betreuung legen, kann ein Google Ads Billig-Angebot für Sie geeignet sein. Solange Ihnen bewusst ist, dass Sie eine nahezu voll automatisierte Kampagnenoptimierung erhalten und bereit sind, das meiste Geld Ihres Mediabudgets in eher grob gestreute Klickgebühren anstatt in eine ganzheitliche und individuelle Optimierung der Kampagnen zu investieren, werden Sie vermutlich zufrieden sein. Es ist – wie so oft – eine Frage des eigenen Anspruchs.

  • SEO-Abzocke: So schützen Sie sich

    SEO-Abzocke: So schützen Sie sich

    Ist Suchmaschinenoptimierung nicht immer unseriös?

    Die Ergebnisse einer Suchmaschinenoptimierung sind klar nachweisbar. Entweder die Website wird bei Google und anderen Suchmaschinen gut platziert, oder die Arbeit war nicht erfolgreich. SEO-Abzocke kann es also garnicht geben. Oder etwa doch?

    Für viele Laien ist Suchmaschinenoptimierung noch immer so etwas wie Hexenwerk oder die Trickserei irgendwelcher Nerds in dunklen Zimmern. Unter Verwendung geheimer Codes oder Insiderwissen aus dubiosen SEO Foren werden Websites bearbeitet oder deren Wettbewerber geschädigt.

    Diese Vorstellung kommt nicht von ungefähr. In den ersten Jahren nach Einführung von Suchmaschinen war man tatsächlich in der Lage, durch zahlreiche kleinere und größere Tricks Websites auf die vorderen Plätze zu schieben. Außerdem wurden die Methoden der Suchmaschinenoptimierer immer kreativer und ausgefeilter. Schließlich haben auch Google und andere ebenfalls ihre Ranking-Kriterien ständig verfeinert, um ihre Ergebnisseiten stetig weiter für die Suchenden zu verbessern.

    Optimierung ≠ Tricksen

    Einfach gesagt besteht Suchmaschinenoptimierung hauptsächlich in der regelkonformen Aufbereitung von technischen Strukturen und Inhalten für Suchmaschinen. Google und andere wollen ihren Nutzern Seiten empfehlen, die ein bestimmtes Thema möglichst gut erklären oder das durch die Suchanfrage (= Search Query) ausgedrückte Problem am besten lösen.

    Hierzu müssen Seiten, Texte, Bilder und andere Inhalte möglichst optimal nutzbar gemacht werden. Gute Lesbarkeit, schnelle Informationsvermittlung und eine leichte Nutzbarkeit für Besucher mit den verschiedenen Endgeräten (Devices) sind hier wichtig. Dabei steht das vermutete Interesse des anzusprechenden Besuchers absolut im Fokus. Inhalte, die dieser schon auf hunderten anderer Seiten findet, werden ihn nur dann interessieren, wenn sie sich z. B. durch einen regionalen Bezug unterscheiden. Wenn dann die Inhalte optimiert und jede einzelne Seite zu einer wirklich guten Ressource für ein bestimmtes Thema wurde, sind auch die Voraussetzungen erfüllt, dass eine solche Website freiwillig von anderen Websites als wichtige Informationsquelle verlinkt wird. Einen guten Tipp gibt man gerne weiter.

    Suchmaschinenoptimierung hat also nichts mit Tricksen zu tun. Es ist im Grunde viel „Handarbeit“, also Recherche, Redaktions- und Produktionsarbeit, die sich an den sich weiterhin ständig ändernden Algorithmen von Google und anderen Suchmaschinen orientiert. Abzocke wird es erst, wenn der Websitebetreiber getäuscht wird, um ihn zu einer eigentlich nicht gerechtfertigten Entlohnung zu bewegen.

    SEO-Abzocke mit schnellen Ergebnissen

    Suchmaschinenoptimierung ist eine langwierige und fortwährende Arbeit. Die Kriterien der Suchmaschinen ändern sich, die Wettbewerbssituation ändert sich und auch der Fokus oder die Themenpalette einer Website kann sich ändern. Bei einer nachhaltigen und seriösen SEO Arbeit zeigen sich die ersten haltbaren Erfolge manchmal erst nach einigen Monaten.

    So lange wollen SEO-Abzocker aber meistens nicht warten. Noch immer werden manche Verträge mit Erfolgsgarantien geschlossen oder Dienstleister für das Erreichen bestimmter Ergebnisseiten oder -plätze bezahlt. Das klingt für den Kunden sicher und risikofrei. Leider ist oft das Gegenteil der Fall. Gerade hier kommt es häufig zu Abzocke. Schnelle Erfolge müssen her, damit die Rechnung zeitnah gestellt werden kann. Das führt oft zur Anwendung unerlaubter Methoden. So wird eine Website nicht langsam und zunehmend zu einer relevanten Quelle für ein Thema aufgebaut, sondern quasi mit Gewalt künstlich vorgetäuscht.

    Manche SEO Tricks durchschaut Google aktuell noch nicht sofort, einige von ihnen vielleicht nie. Doch auch Suchmaschinen werden klüger. Die eingesetzte KI entlarvt immer schneller immer mehr solcher Täuschungsversuche. Und wenn Google eine Website einmal als betrügerisch indexiert hat, kann das zahlreiche Nachteile bedeuten. Das Abwerten der Seiten und der damit verbundene Verlust an erreichten Platzierungen ist da noch die geringste Strafe.

    Es ist deshalb immer eine riskantes Spiel für den Inhaber, mit SEO Betrug gepushte Websites zu betreiben. Die Strafe trifft schließlich ihn und nicht die Agentur. Die hat bis dahin vielleicht schon längst ihre Rechnung bezahlt bekommen und die Zusammenarbeit ist eventuell sogar bereits beendet.

    So schützen Sie sich vor SEO-Abzocke

    Es gibt zwei Möglichkeiten, sich vor SEO-Abzocke zu schützen: Entweder sollte der Suchmaschinenoptimierer das Gefühl bekommen, dass Sie über ausreichendes SEO-Wissen verfügen, oder Sie unterschreiben keinen Auftrag oder Vertrag, in dem sich Ihr SEO-Partner nicht schriftlich dazu verpflichtet, keine unerlaubten oder fragwürdigen Methoden zur Suchmaschinenoptimierung einzusetzen und nach den Google Richtlinien für Webmaster zu arbeiten. Am besten tun Sie beides.

    Um Ihrer Agentur oder dem SEO-Dienstleister zu vermitteln, dass Sie mögliche Tricks oder unsaubere Methoden durchschauen, müssen Sie sich nicht unbedingt selbst auskennen. Es reichst, wenn Sie ihm zeigen, dass Sie mit einem Sachverständigen bzw. erfahrenen Gutachter zusammenarbeiten. Sie können davon ausgehen, dass ein kluger SEO-Abzocker sofort einen weiten Bogen um Sie macht. Sollte ein weniger cleverer Anbieter sich davon nicht abschrecken lassen, wird er vermutlich bereits durch die Analyse seines Angebots entlarvt. Das spart Ihnen nicht nur einen langen Streitprozess, sondern auch viel Geld.